{"id":6391,"date":"2022-04-05T10:05:14","date_gmt":"2022-04-05T08:05:14","guid":{"rendered":"https:\/\/applysia.de\/?p=6391"},"modified":"2022-04-05T10:05:15","modified_gmt":"2022-04-05T08:05:15","slug":"kognitive-leistungstests-in-der-personalauswahl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/staging.applysia.de\/en\/hr-wissen\/kognitive-leistungstests-in-der-personalauswahl\/","title":{"rendered":"Kognitive Leistungstests in der Personalauswahl"},"content":{"rendered":"<p>In der Alltagspsychologie wird angenommen, dass es \u201csoziale Kompetenz\u201d gibt, n\u00e4mlich die F\u00e4higkeit, gut mit anderen Menschen zurechtzukommen. Ebenso wird angenommen, dass diese F\u00e4higkeit klar von intellektuellen F\u00e4higkeiten abzugrenzen ist.<strong> Aber was genau ist Intelligenz?&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201cIntelligenz ist das, was ein Intelligenztest misst\u201d, so der US-Psychologe Edward Boring. In der Personalauswahl werden h\u00e4ufig Intelligenztests (oder kognitive Leistungstest) eingesetzt, um&nbsp; die kognitive Leistungsf\u00e4higkeit der Kandidat*innen isoliert von anderen Merkmalen (z.B. Geselligkeit) beurteilen zu k\u00f6nnen. Was es mit Intelligenztests auf sich hat und wie Du sie am besten f\u00fcr Deine Personalauswahl einsetzen kannst, erkl\u00e4ren wir hier.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<ul><li><a href=\"#Geschichtlicher-Hintergrund-von-Intelligenztests\">Geschichtlicher Hintergrund von Intelligenztests\u00a0<\/a><\/li><li><a href=\"#Intelligenztests-heute\">Intelligenztests heute\u00a0<\/a><\/li><li><a href=\"#Wie-setzt-man-kognitive-Leistungstests-am-besten-f\u00fcr-die-Personalauswahl-ein?\">Wie setzt man kognitive Leistungstests am besten f\u00fcr die Personalauswahl ein?\u00a0<\/a><ul><li><a href=\"#Culture-Fair-Tests-(kulturfaire-Tests)\">Culture-Fair-Tests (kulturfaire Tests)\u00a0<\/a><\/li><li><a href=\"#Art-des-Tests\">Art des Tests<\/a><\/li><li><a href=\"#Art-des-Antwortformats\">Art des Antwortformats<\/a><\/li><li><a href=\"#Durchf\u00fchrungsform\">Durchf\u00fchrungsform<\/a><\/li><\/ul><\/li><\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p id=\"Geschichtlicher-Hintergrund-von-Intelligenztests\"><strong>Geschichtlicher Hintergrund von Intelligenztests<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Intelligenztest haben in der Psychologie eine lange Geschichte und eine gro\u00dfe Entwicklung hinter sich. Francis Galton (1822 &#8211; 1911) gilt mit seinen sogenannten \u201cmental tests\u201d als Begr\u00fcnder der Intelligenzforschung. Er nahm an, dass man anhand der Geschwindigkeit der Sinneswahrnehmungen einen R\u00fcckschluss auf die Ged\u00e4chtnisleistung ziehen k\u00f6nne. Seine Ergebnisse aus der Forschung konnten dies damals jedoch nicht best\u00e4tigten.<\/p>\n\n\n\n<p>Seitdem entwickelten viele Forscher*innen unterschiedliche Annahmen, Methoden und Kriterien, um kognitive Leistung (oder Intelligenz) bestm\u00f6glich zu bestimmen und sp\u00e4teren (Lebens-)Erfolg vorhersagen zu k\u00f6nnen. Im Jahr 1912 begr\u00fcndete William Stern die moderne Intelligenzforschung und schuf den Begriff des sogenannten<strong> Intelligenzquotienten<\/strong> (auch bekannt als IQ), als den Quotienten aus dem Intelligenzalters und dem tats\u00e4chlichen Lebensalter. Auch diese Rechnung wurde seitdem modifiziert: beispielsweise 1939 vom rum\u00e4nischen Psychologen David Wechsler. Er standardisierte den<strong> IQ-Test<\/strong>, sodass die eigene Altersgruppe als Referenzpunkt galt. Das hei\u00dft, ein IQ-Ergebnis ist immer altersabh\u00e4ngig. Dabei legte er den Mittelwert des IQs auf 100 und die Streuung (Standardabweichung) von 15 fest. Diese IQ-Skala wird auch heute noch verwendet, aber die Berechnung und Bewertung des IQ findet in anderer Form statt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1904 entwickelte Charles Spearman (1836 &#8211; 1945) die Zwei-Faktoren-Theorie der Intelligenz. Dieser Theorie liegt die Annahme zugrunde, dass Intelligenz durch einen sogenannten<strong> \u201cg-Faktor\u201d<\/strong> und mehrere <strong>\u201cS-Faktoren\u201d <\/strong>gebildet wird. Dieser g-Faktor beschreibt einen generellen, alle Leistungsbereiche beeinflussenden Intelligenzfaktor (bestehend aus der Verarbeitungsgeschwindigkeit und der geistigen Kapazit\u00e4t), dem die S-Faktoren, also die bereichsspezifische Intelligenz f\u00fcr bestimmte Aufgaben, untergeordnet sind. Auch diese Theorie wurde nach ihrer Verbreitung weiterentwickelt, obwohl sie nie best\u00e4tigt wurde.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized is-style-default\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/lh3.googleusercontent.com\/xVqRbK2AfFyglwtEYxHjq-LHDP269ZB4pUHU1zvha5y6J1ZsWPuICnsBb3LHIRh6XEsgdTYzlrqyBA2wF9xzCXGgdRqMUBzf-ifyALLpovXEfQ9PX5vThZa0pXv_1IGi1_TIuITM\" alt=\"\" width=\"686\" height=\"385\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Beispielsweise wird eine Rechenaufgabe durch eine allgemeine Intelligenzf\u00e4higkeit (g-Faktor) und spezifischen F\u00e4higkeiten, wie Rechenf\u00e4higkeit (S-Faktor) gel\u00f6st.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p id=\"Intelligenztests-heute\"><strong>Intelligenztests heute<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Heute sind alle Intelligenztests altersspezifisch <strong>normiert<\/strong>, d.h. dass die Ergebnisse vor dem Hintergrund der eigenen Altersgruppe verglichen werden. Ob Kandidat*innen einen hohen oder niedrigen Wert erzielt haben, ist demnach immer in Relation zu ihrer Vergleichsgruppe zu interpretieren. Intelligenztests bilden die allgemeine Intelligenz und spezifische Intelligenzbereiche ab. Intelligenz wird h\u00e4ufig mit der mentalen Geschwindigkeit (mental speed), dem Arbeitsged\u00e4chtnis und dem Schul-, Studien-, oder Berufserfolg in Verbindung gebracht. Der aktuelle Forschungsstand best\u00e4tigt, dass eine starke Verbindung zwischen dem IQ und einer Vielzahl von Kriterien f\u00fcr ein erfolgreiche Lebensf\u00fchrung (Berufserfolg, Gesundheit, etc.) besteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Weit verbreitete Tests zur Intelligenzmessung sind die <strong>GMA (General mental ability) Tests<\/strong>. Wie der Name schon verr\u00e4t, dienen sie der Erfassung der allgemeinen geistigen F\u00e4higkeit, indem die verbalen, mechanischen, numerischen, sozialen und r\u00e4umlichen F\u00e4higkeiten getestet werden. GMA Tests stellten sich in der Vergangenheit als einer der validesten konstruktbasierten Pr\u00e4diktoren (Vorhersagevariablen) f\u00fcr <strong>Arbeitsleistung und Berufserfolg <\/strong>heraus. Viele Studien und <a href=\"https:\/\/staging.applysia.de\/en\/wissenschaft-in-60-sek\/schmidt-und-hunter\/\">Meta-Analysen<\/a> haben gezeigt, dass sie ausgezeichnete Pr\u00e4diktoren f\u00fcr verschiedene berufsrelevante Kriterien sind, wie z.B. Bewertungen durch Vorgesetzte, Arbeitsproben, Erwerb von Berufswissen, Noten, Bef\u00f6rderungen, Verk\u00e4ufe und L\u00f6hne.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"Wie-setzt-man-kognitive-Leistungstests-am-besten-f\u00fcr-die-Personalauswahl-ein?\"><strong>Wie setzt man kognitive Leistungstests am besten f\u00fcr die Personalauswahl ein?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie oben erw\u00e4hnt, werden Intelligenztests oft in der Personalauswahl eingesetzt, um m\u00f6glichst<strong> die besten Kandidat*innen einstellen<\/strong> zu k\u00f6nnen. Wer einen Intelligenztest verwenden m\u00f6chte, um Kandidat*innen besser einzusch\u00e4tzen und zu filtern, sollte jedoch einige Aspekte beachten:<\/p>\n\n\n\n<ol id=\"Culture-Fair-Tests-(kulturfaire-Tests)\"><li><strong>Culture-Fair-Tests (kulturfaire Tests)<\/strong><\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Trotz ihrer hohen Vorhersagekraft stehen Intelligenztests stehen teilweise wegen ihrer sprachgebundenen und sozialisationsbedingten Strukturen und Inhalte in der Kritik. Die Ergebnisse vieler Aufgaben werden oft durch <strong>kulturelle Faktoren<\/strong> wie z.B. Sprache, Bildungsstand oder soziale Herkunft beeinflusst. Diese Einfl\u00fcsse sollten in einem Intelligenztest weitestgehend reduziert werden, um Intelligenz so gut wie m\u00f6glich<strong> frei von kulturbedingten Merkmalen<\/strong> messen zu k\u00f6nnen. Erst durch sogenannte <strong>Culture-Fair-Tests<\/strong> (auch kulturfreie Tests genannt) kann ein Intelligenztest als <strong>kultur<\/strong>&#8211;<strong>fair <\/strong>bezeichnet werden. H\u00e4ufig angewendete sprachfreie und kulturfaire Intelligenztest sind zum Beispiel der der Bochumer Matrizentest (BOMAT), der die allgemeine Intelligenz misst (basierend auf Spearmans g-Faktor) oder der CFT-20 R, der ebenfalls die Grundintelligenz misst. Ein anderer weit verbreiteter Intelligenztest ist der Raven Progressive Matrices (RPM) zur Messung der intellektuelle Entwicklung und logischem Denken mittels Matrizenaufgaben.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcbrigens sind unter anderem die hier genannten Tests bei unserem Kooperationspartner <a href=\"https:\/\/www.testzentrale.de\/shop\/tests\/intelligenztests.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hogrefe<\/a> erh\u00e4ltlich &#8211; und \u00fcber die Integration auch bald in <a href=\"https:\/\/staging.applysia.de\/en\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Applysia<\/a> direkt verf\u00fcgbar.<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"2\" id=\"Art-des-Tests\"><li><strong>Art des Tests<\/strong><\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Leistungstests, die die kognitiven F\u00e4higkeiten auf unterschiedliche Weise bestimmen. Zum einen messen <strong>Geschwindigkeitstest <\/strong>(Speed Tests) die Schnelligkeit mit der die Aufgaben bearbeitet werden. Es handelt sich meistens um<strong> einfache Aufgaben<\/strong>, die mit ausreichend Zeit von der Mehrheit der Kandidat*innen gel\u00f6st werden k\u00f6nnten. Der Fokus liegt hier auf der <strong>begrenzten Bearbeitungszeit<\/strong>. Bearbeitet ein\/e Kandidat*in in derselben Zeit mehr Aufgaben als ein\/e andere\/r, erreicht er*sie eine h\u00f6here Punktzahl. Schlechtere Leistungen sind hingegen eher schwierig zu interpretieren &#8211; hier ist es unklar, ob es an der mangelnden F\u00e4higkeit von Kandidat*innen oder an einer zu langsamen oder zu sorgf\u00e4ltigen Bearbeitung liegt. Ein Beispiel f\u00fcr Geschwindigkeitstests stellen Konzentrationstests dar.<\/p>\n\n\n\n<p>Die zweite Art von Leistungstests sind die&nbsp; sogenannten <strong>Niveautests<\/strong> (Power Tests), die die Richtigkeit und Qualit\u00e4t der L\u00f6sung einer Aufgabe messen. Durch den hohen und sukzessiv <strong>steigenden Schwierigkeitsgrad<\/strong> k\u00f6nnen auch <strong>ohne Zeitbegrenzung<\/strong> nicht alle Kandidat*innen die Aufgaben l\u00f6sen. Hierbei ist entscheidend, wie viele und welche Aufgaben richtig gel\u00f6st wurden, da sich die Aufgaben in ihrer Schwierigkeit unterscheiden. Ein Beispiel f\u00fcr Niveautests sind Wissenstests ohne Zeitbegrenzung.<\/p>\n\n\n\n<p>Intelligenztest bilden eine<strong> Mischung aus beiden Arten der Leistungstests<\/strong>. Sowohl die kognitive Geschwindigkeit als auch die Richtigkeit der Aufgabenbearbeitung werden erfasst.<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"3\" id=\"Art-des-Antwortformats\"><li><strong>Art des Antwortformats<\/strong><\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Auch bei der Wahl des Antwortformates gibt es verschiedene M\u00f6glichkeiten:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Freies vs. gebundenes Antwortformat<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol><li><strong>Freies Antwortformat<\/strong><\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Freies Antwortformat (Aufgaben werden ohne Vorgaben beantwortet)<\/p>\n\n\n\n<p>Beim<strong> freien Antwortformat<\/strong> beantworten die Kandidat*innen die Aufgaben ohne Vorgaben. Sie entscheiden selbstst\u00e4ndig wie und was sie antworten. Die Antworten werden danach in \u201ckorrekt\u201d und \u201cinkorrekt\u201d klassifiziert. Bei dem freien Antwortformat ist die <strong>Auswertungsobjektivit\u00e4t nicht ganz unproblematisch<\/strong>, da mehrere Auswerter*innen verschiedene Auswertungsstrategien anwenden und unterschiedliche Sichtweisen auf Form und Inhalt haben k\u00f6nnten. So k\u00f6nnte ein\/e Auswerter*in A die Antwort eines\/r Kandidat*in als vollst\u00e4ndig und sehr gelungen bewerten, w\u00e4hrend ein\/e andere Auswerter*in B die Antworten anders beurteilt und somit zu anderen Schlussfolgerungen kommen w\u00fcrde. Ein Vorteil des freien Antwortformats ist die hohe Akzeptanz von Kandidat*innen. Durch das freie Antwortformat haben die Kandidat*innen einen gro\u00dfen Antwortspielraum und werden in ihrer Aufgabenbeantwortung nicht eingeschr\u00e4nkt. Beispielsweise k\u00f6nnen Kurzaufsatzaufgaben oder Erg\u00e4nzungsaufgaben hier eingesetzt werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"2\"><li><strong>Gebundenes Antwortformat&nbsp;<\/strong><\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Gebundenes Antwortformat (Multiple Choice Aufgaben)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>The <strong>gebundene Antwortformat<\/strong> bietet Kandidat*innen vorgegeben <strong>Antwortalternativen<\/strong>, aus denen sie sich f\u00fcr jeweils eine Option entscheiden m\u00fcssen. Die Auswertung dieses Antwortformates ist deutlich <strong>\u00f6konomischer<\/strong>. Sie kann manuell, computergest\u00fctzt oder komplett digital erfolgen. Die Auswertungsobjektivit\u00e4t f\u00e4llt ebenfalls h\u00f6her aus, da Kandidat*innen, die die richtige Antwort gew\u00e4hlt haben, zweifelsohne eine h\u00f6here Punktzahl erzielen. Hier wird zwischen verschiedenen Aufgabentypen gew\u00e4hlt (z.B. Ordnungsaufgaben, Zuordnungsaufgaben, Umordnungsaufgaben, etc.), die entweder eine Produktionsstrategie oder eine Falsifikationsstrategie erfordern.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>Bei der <strong>Produktionsstrategie <\/strong>generieren die Kandidat*innen in Gedanken die Antworten <strong>selbstst\u00e4ndig und kreuzen die entsprechende Antwortalternative<\/strong> <strong>an<\/strong>. Das ist beispielsweise bei Zuordnungsaufgaben der Fall. Hier w\u00e4hlen Kandidat*innen die richtige Kombination aus zwei Elementen (z.B. Zahlen, W\u00f6rter, Formen) und entscheiden sich dann f\u00fcr die entsprechende Option . Eine Beispielaufgabe lautet hier: \u201cOrdnen Sie jedem Land die korrekte Hauptstadt zu\u201d.\u00a0<br><br>Bei der <strong>Falsifikationsstrategie <\/strong>werden die Antwortm\u00f6glichkeiten nach dem <strong>Ausschlussverfahren <\/strong>auf ihre Richtigkeit oder Plausibilit\u00e4t gepr\u00fcft, bis nur noch eine Option \u00fcbrig bleibt. Kandidat*innen k\u00f6nnen auf unterschiedliche Weise mit beiden Strategien erfolgreich sein. Welche der beiden Strategien angewendet wurde ist ohne explizites Nachfragen nicht zu \u00fcberpr\u00fcfen.\u00a0<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<ol start=\"3\" id=\"Durchf\u00fchrungsform\"><li><strong>Durchf\u00fchrungsform<\/strong><\/li><\/ol>\n\n\n\n<p><strong>Computergest\u00fctzt vs. Pen &amp; Paper Methode&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Moderne Technologien erm\u00f6glichen es HRler*innen und Personalverantwortlichen Kandidat*innen und Tests einfacher <strong>vorzubereiten, zu administrieren, die Daten zu verarbeiten, auszuwerten und zu interpretieren<\/strong>. Eine computergest\u00fctzte Personalauswahl erm\u00f6glicht zudem den Einsatz von sogenannten <strong>computer-adaptiven Tests (CATs)<\/strong>. Ein gro\u00dfer Vorteil von CATs gegen\u00fcber herk\u00f6mmlichen analogen Tests ist die <strong>Individualisierbarkeit <\/strong>des Testinhalts an die Kandidat*innen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Herk\u00f6mmliche Tests bestehen aus einem festgelegten Inhalt (Items), der jedoch <strong>nicht an das Leistungsniveau<\/strong> <strong>der Kandidat*innen angepasst werden kann<\/strong>. Alle Kandidat*innen bearbeiten denselben Test, unabh\u00e4ngig von ihrem individuellen Niveau.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td> <em>Beispielsweise fallen Kandidat*in A die Aufgaben des Tests extrem leicht, w\u00e4hrend Kandidat*in B komplett \u00fcberfordert ist.<\/em><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>CATs l\u00f6sen dieses Problem, indem Kandidat*innen <strong>ihrem Leistungsniveau entsprechende Aufgaben<\/strong> bearbeiten m\u00fcssen. Der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben ist dabei individuell an das gesch\u00e4tzte F\u00e4higkeitsniveau der Kandidat*innen angepasst. Anders als bei herk\u00f6mmlichen Tests werden auf diese Weise Aufgaben gestellt, die <strong>viele Informationen \u00fcber das Leistungsniveau<\/strong> der Kandidat*innen zulassen. Die Vorteile von computergest\u00fctzten Tests sind vielseitig: Die <strong>Test\u00f6konomie <\/strong>(Kosten-Nutzen des Tests) ist besonders hoch, da Kandidat*innen nur Fragen beantworten, die viele Informationen \u00fcber ihren Leistungsstand zulassen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td> <em>Zur\u00fcck zu unseren Beispielkandidat*innen: Kandidat*in A mit einem hohen gesch\u00e4tzten F\u00e4higkeits<\/em>n<em>iveau \u00fcberspringt in diesem Fall die leichteren Aufgaben und erh\u00e4lt seinem*ihrem F\u00e4higkeitsniveau angemessene Optionen, w\u00e4hrend Kandidat*in B, der\/die sich mit den schwierigeren Aufgaben \u00fcberfordert f\u00fchlt, leichte Aufgaben erh\u00e4lt und keine Aufgaben, die weit \u00fcber seinem\/ihrem F\u00e4higkeitsniveau liegen, bearbeiten muss.\u00a0<\/em> <\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Zudem k\u00f6nnen Kandidat*innen aufgrund der Individualisierung die Antworten ihres*r Nachbar*in <strong>nicht abschreiben<\/strong> und Kandidat*innen, die den Test zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt bearbeiten, <strong>keinen Vorteil <\/strong>erzielen, indem sie auf Erfahrungsberichte von anderen zur\u00fcckgreifen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kognitive Leistungstests oder Intelligenztests haben in der Vergangenheit gezeigt, dass sie ein zuverl\u00e4ssiger Indikator f\u00fcr Berufserfolg sind. Beachtet man, dass ein gewisses Ma\u00df an Intelligenz f\u00fcr die Lernf\u00e4higkeit, berufliches Wissen und die F\u00e4higkeiten Probleme zu erkennen und zu l\u00f6sen, erforderlich ist, sind die Ergebnisse aus zahlreichen Studien nachvollziehbar. Nichtsdestotrotz haben sich Intelligenztests stark weiterentwickelt, sodass Personalverantwortliche viele Alternativen haben, wie sie Intelligenztests f\u00fcr ihre Personalauswahl einsetzen. Dabei ist die Qualit\u00e4t der verwendeten Tests ausschlaggebend f\u00fcr die Validit\u00e4t (Zuverl\u00e4ssigkeit) der Ergebnisse.\u00a0Alles zum Thema valider, effizienter und digitaler Personalauswahl findest Du auf <a href=\"http:\/\/www.applysia.de\">www.applysia.de<\/a>.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Alltagspsychologie wird angenommen, dass es \u201csoziale Kompetenz\u201d gibt, n\u00e4mlich die F\u00e4higkeit, gut mit anderen Menschen zurechtzukommen. Ebenso wird angenommen, dass diese F\u00e4higkeit klar von intellektuellen F\u00e4higkeiten abzugrenzen ist. [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":11,"featured_media":6393,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"content-type":""},"categories":[822968],"tags":[],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v19.4 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Kognitive Leistungstests in der Personalauswahl - Applysia<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Was es mit Intelligenztests auf sich hat und wie Du sie am besten f\u00fcr Deine Personalauswahl einsetzen kannst, erkl\u00e4ren wir hier.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"noindex, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_US\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Kognitive Leistungstests in der Personalauswahl - Applysia\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Was es mit Intelligenztests auf sich hat und wie Du sie am besten f\u00fcr Deine Personalauswahl einsetzen kannst, erkl\u00e4ren wir hier.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/staging.applysia.de\/en\/hr-wissen\/kognitive-leistungstests-in-der-personalauswahl\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Applysia\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2022-04-05T08:05:14+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2022-04-05T08:05:15+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/staging.applysia.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/01-kognitive-Leistungstests.png\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1280\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"720\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/png\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Mara Santidri\u00e1n Korff\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@applysia\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@applysia\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Written by\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Mara Santidri\u00e1n Korff\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Est. reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"9 minutes\" \/>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Kognitive Leistungstests in der Personalauswahl - Applysia","description":"Was es mit Intelligenztests auf sich hat und wie Du sie am besten f\u00fcr Deine Personalauswahl einsetzen kannst, erkl\u00e4ren wir hier.","robots":{"index":"noindex","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"og_locale":"en_US","og_type":"article","og_title":"Kognitive Leistungstests in der Personalauswahl - Applysia","og_description":"Was es mit Intelligenztests auf sich hat und wie Du sie am besten f\u00fcr Deine Personalauswahl einsetzen kannst, erkl\u00e4ren wir hier.","og_url":"https:\/\/staging.applysia.de\/en\/hr-wissen\/kognitive-leistungstests-in-der-personalauswahl\/","og_site_name":"Applysia","article_published_time":"2022-04-05T08:05:14+00:00","article_modified_time":"2022-04-05T08:05:15+00:00","og_image":[{"width":1280,"height":720,"url":"https:\/\/staging.applysia.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/01-kognitive-Leistungstests.png","type":"image\/png"}],"author":"Mara Santidri\u00e1n Korff","twitter_card":"summary_large_image","twitter_creator":"@applysia","twitter_site":"@applysia","twitter_misc":{"Written by":"Mara Santidri\u00e1n Korff","Est. reading time":"9 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/staging.applysia.de\/#organization","name":"Applysia","url":"https:\/\/staging.applysia.de\/","sameAs":["https:\/\/www.linkedin.com\/company\/applysia","https:\/\/twitter.com\/applysia"],"logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-US","@id":"https:\/\/staging.applysia.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/staging.applysia.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Logo_2020.png","contentUrl":"https:\/\/staging.applysia.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Logo_2020.png","width":1831,"height":379,"caption":"Applysia"},"image":{"@id":"https:\/\/staging.applysia.de\/#\/schema\/logo\/image\/"}},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/staging.applysia.de\/#website","url":"https:\/\/staging.applysia.de\/","name":"Applysia","description":"Rethink Assessment - Assessment Neu Denken","publisher":{"@id":"https:\/\/staging.applysia.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/staging.applysia.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"en-US"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/staging.applysia.de\/hr-wissen\/kognitive-leistungstests-in-der-personalauswahl\/","url":"https:\/\/staging.applysia.de\/hr-wissen\/kognitive-leistungstests-in-der-personalauswahl\/","name":"Kognitive Leistungstests in der Personalauswahl - Applysia","isPartOf":{"@id":"https:\/\/staging.applysia.de\/#website"},"datePublished":"2022-04-05T08:05:14+00:00","dateModified":"2022-04-05T08:05:15+00:00","description":"Was es mit Intelligenztests auf sich hat und wie Du sie am besten f\u00fcr Deine Personalauswahl einsetzen kannst, erkl\u00e4ren wir hier.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/staging.applysia.de\/hr-wissen\/kognitive-leistungstests-in-der-personalauswahl\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-US","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/staging.applysia.de\/hr-wissen\/kognitive-leistungstests-in-der-personalauswahl\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/staging.applysia.de\/hr-wissen\/kognitive-leistungstests-in-der-personalauswahl\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/staging.applysia.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"HR-Wissen","item":"https:\/\/staging.applysia.de\/category\/hr-wissen\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"Kognitive Leistungstests in der Personalauswahl"}]},{"@type":"Article","@id":"https:\/\/staging.applysia.de\/hr-wissen\/kognitive-leistungstests-in-der-personalauswahl\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/staging.applysia.de\/hr-wissen\/kognitive-leistungstests-in-der-personalauswahl\/"},"author":{"name":"Mara Santidri\u00e1n Korff","@id":"https:\/\/staging.applysia.de\/#\/schema\/person\/ac556715be425e71905c24609fd6e6e8"},"headline":"Kognitive Leistungstests in der Personalauswahl","datePublished":"2022-04-05T08:05:14+00:00","dateModified":"2022-04-05T08:05:15+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/staging.applysia.de\/hr-wissen\/kognitive-leistungstests-in-der-personalauswahl\/"},"wordCount":1842,"publisher":{"@id":"https:\/\/staging.applysia.de\/#organization"},"articleSection":["HR-Wissen"],"inLanguage":"en-US"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/staging.applysia.de\/#\/schema\/person\/ac556715be425e71905c24609fd6e6e8","name":"Mara Santidri\u00e1n Korff"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/staging.applysia.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6391"}],"collection":[{"href":"https:\/\/staging.applysia.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/staging.applysia.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.applysia.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.applysia.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6391"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/staging.applysia.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6391\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6399,"href":"https:\/\/staging.applysia.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6391\/revisions\/6399"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.applysia.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6393"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/staging.applysia.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6391"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.applysia.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6391"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/staging.applysia.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6391"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}